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Volkstrauertag 2021

Der diesjährige Volkstrauertag fällt auf Sonntag, den 14. November. Um 13:30 Uhr wird wie jedes Jahr die Zentrale Gedenkstunde im Deutschen Bundestag stattfinden. Die Zentrale Gedenkstunde zum Volkstrauertag 2021 steht im Zeichen der Erinnerung an den besonders grausamen und verlustreichen Angriffs- und Vernichtungskrieg in Ost- und Südosteuropa, der vor 80 Jahren mit der Besetzung von Jugoslawien und Griechenland sowie dem Überfall auf die Sowjetunion begann.

Die Repräsentanten der Verfassungsorgane, Abgeordnete aus Bund und Ländern, Gäste aus Politik, Religionsgemeinschaften, Bundeswehr und Gesellschaft sowie nicht zuletzt Angehörige von Kriegstoten und junge Menschen aus der Bildungsarbeit des Volksbundes verfolgen das einstündige Programm im Plenarsaal. Alle anderen Interessierten können die Live-Übertragung in ARD, Phoenix oder dem Parlamentsfernsehen verfolgen oder die Aufzeichnung in den Mediatheken anschauen.

Programm

Die diesjährige Gedenkrede wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier halten. Junge Menschen berichten von ihren historischen Bildungsprojekten in Ost- und Südosteuropa, die der Volksbund mit seinen internationalen Partnern jedes Jahr anbietet. Der Landesjugendchor Thüringen, Reinhold Beckmann & Band sowie ein Ensemble des Musikkorps der Bundeswehr werden die Veranstaltung musikalisch gestalten.

Bundes- und weltweit wird gedacht

Größere und kleinere Gedenkveranstaltungen sowie Bildungs- und Begegnungsprojekte finden bundesweit auf Kriegsgräberstätten und Gemeindefriedhöfen sowie an Denkmälern oder im Rahmen von Gedenkgottesdiensten statt. Auch weltweit gedenken Deutsche Botschaften und Auslandsgemeinschaften an diesem Tag gemeinsam mit ihren internationalen Partnern an die Kriegstoten und Opfer von Verbrechen gegen die Menschheit.

Historischer Hintergrund

Die Zentrale Gedenkstunde zum Volkstrauertag 2021 steht im Zeichen der Erinnerung an den besonders grausamen und verlustreichen Angriffs- und Vernichtungskrieg in Ost- und Südosteuropa, der vor 80 Jahren mit der Besetzung von Jugoslawien und Griechenland sowie dem Überfall auf die Sowjetunion begann.

Der rücksichtslosen Kriegsführung folgte ein hartes Besatzungsregime mit dem massenhaften Tod von Kriegsgefangenen, Zwangsarbeitern sowie von den Opfern der NS-Aushungerungsstrategie. Widerstand wurde erbarmungslos unterdrückt. Deutsche Vergeltungsmaßnahmen trafen in Osteuropa wie auf dem Balkan nicht nur Partisanengruppen, sondern oftmals auch völlig unbeteiligte Zivilisten. Im Zuge des deutschen Vormarsches weitete das NS-Regime die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden und der Sinti und Roma dramatisch aus

Mit der Wende im deutsch-sowjetischen Krieg schlugen dieser erbarmungslose Vernichtungskrieg und die beispiellosen Verbrechen gegen die Menschheit gegen die deutschen Soldaten, aber auch gegen die deutschsprachigen Minderheiten in Mittel- und Osteuropa zurück. In die Millionen gehen die Zahlen von Soldaten, die unter den verheerenden Umständen bei den Kämpfen oder in der anschließenden Kriegsgefangenschaft starben und von den Zivilisten, die flüchten mussten oder vertrieben wurden.

Krieg, Vertreibungen und die Isolation im Zuge des Kalten Krieges bedeuteten auch eine tiefe Zäsur für die reiche wie wechselhafte Verflechtungsgeschichte unterschiedlicher Sprachen, Kulturen und Religionen in dieser Region, die gleichwohl in Teilen bis heute fortlebt.

Kriegsgräberfürsorge verbindet über Grenzen hinweg

Die Kriegsgräberfürsorge und der in ihr angelegte Versöhnungsgedanke haben seither versucht, die tiefen Wunden des Krieges, seine unmenschlichen Verbrechen und die Verluste des Kampfes, zu heilen. Noch immer sind die Narben sichtbar, wirken die Gewalterfahrungen nach. Die Handreichung über den Gräbern und die Mahnung zum Frieden sind daher nach wie vor aktuell. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. steht dabei der Bundesregierung seit Jahrzehnten hilfreich zur Seite.

Im Zuge der Öffnung nach 1989 konnte die Kriegsgräberfürsorge auch wieder in Osteuropa aufgenommen werden. Bei der umfangreichen Suche und Umbettung der Kriegstoten und der Neuanlage und Pflege von Kriegsgräberstätten, aber auch durch viele Bildungs- und Dialogprojekte entwickelten sich vor allem auf Ebene der Zivilgesellschaft viele vertrauensvolle Partnerschaften. Gerade die wechselseitige Unterstützung bei der Kriegsgräberfürsorge war und ist ein wichtiges Feld der praktischen Zusammenarbeit und des gemeinsamen Gedenkens über Grenzen hinweg.

So jähren sich 2021 die historischen Daten dieses Krieges, aber auch einige Einweihungstage der in den 1990er Jahren angelegten Kriegsgräberstätten. Diese wechselhafte Beziehungsgeschichte soll im Programm mit Beiträgen verschiedener Generationen aus den Ländern sowie Beispielen aus der gemeinsamen Kriegsgräberfürsorge und Bildungsarbeit mit internationalen Partnern vor Ort abgebildet werden.

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