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Gedenken aus Anlass des 80. Jahrestages des Überfalls auf die Sowjetunion in der Republik Belarus

24. Juni 2021

Anlässlich des 80. Jahrestages des Überfalls des nationalsozialistischen Deutschlands auf die Sowjetunion besuchte Botschafter Manfred Huterer in Begleitung des Verteidigungsattachés am 24.06. die Gedenkstätte Todeslager Osaritschi sowie den deutschen Soldatenfriedhof in Schtschatkowo und legte dort Kränze nieder.

Das Todeslager Osaritschi lag in der Nähe des belarussischen Osaritschi nördlich der Stadt Masyr. Dort betrieb die deutsche Wehrmacht vom 12. bis 19. März 1944 einen Lagerkomplex für arbeitsunfähige Zivilisten. In nur einer Woche kamen dort mindestens 9000 Menschen ums Leben. Das Massensterben in diesen Lagern wird von deutschen Historikern als „eines der schwersten Verbrechen der Wehrmacht gegen Zivilisten“ charakterisiert.

Botschafter Huterer informierte sich im Museum Todeslager Osaritschi über die Ereignisse im Jahre 1944 und trug sich im Anschluss in das Gästebuch ein.

 

Anschließend besuchte Botschafter Huterer gemeinsam mit dem Verteidigungsattaché Oberstleutnant i. G. Leibner den deutschen Soldatenfriedhof Schtschatkowo bei Bobruisk und gedachte dort der gefallenen deutschen Soldaten. Auf der im Jahre 2011 eingeweihten Kriegsgräberstätte sind mehr als 34.000 deutsche Soldaten eingebettet.

Bereits im Vorfeld des Jahrestages hatte Botschafter Manfred Huterer auch die zentralen Gedenkstätten Chatyn und Maly Trostenez besucht.

Mit diesem Überfall auf die Sowjetunion wurde nicht nur eine Landesgrenze überschritten, sondern auch die Grenze aller bisherigen menschlichen Vorstellungskraft. Nazideutschland war angetreten, um Lebensraum im Osten zu gewinnen und die dort lebende Bevölkerung grausam zu vernichten. Der Völkermord an den Juden Europas sowie die mehr als 27 Millionen Toten in der ehemaligen Sowjetunion liegen seitdem als schwere Last auf Deutschland und sind Verantwortung und Auftrag zugleich.

Belarus hat unter der danach folgenden deutschen Besatzung besonders gelitten. Die systematische Ermordung Millionen unschuldiger Menschen und der Genozid an den europäischen Juden erreichten auf belarussischem Territorium ein beispielloses Ausmaß. Maly Trostenez, Chatyn und Osaritschi wurden, neben vielen anderen Orten, zu Schauplätzen von unsagbaren Verbrechen, die von dem deutschen nationalsozialistischen Regime begangen wurden.

Dass die Menschen in Belarus und in anderen Ländern, die unter der grausamen nationalsozialistischen Besatzungsherrschaft litten, uns Deutschen nach dem Krieg die Hand zur Versöhnung gereicht haben, erfüllt uns mit großer Dankbarkeit. Lassen Sie uns den Weg der Versöhnung und der friedlichen Zusammenarbeit gemeinsam weitergehen.

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